Stillen und Kariesrisiko
Das EISL hat in seinem Januar-Newsletter ein umfassendes "Update zu Zahngesundheit und Stillen" eingestellt. Hier wird auf neue Studien Bezug genommen, die differenziert hinschauen, welche positiven Effekte Stillen auf die Kieferentwicklung, Zahnstellung und andere orale Funktionen hat (s. spanisches Review), aber auch, ab wann Stillen möglicherweise Karies-assoziiert ist.
Sicherheit zur Medikation mit einigen Immunsuppressiva bei Stillenden
In Laktation und Stillen wurde jüngst eine Untersuchung veröffentlicht, die sich mit dem Übergang von Immunsuppressiva in die Muttermilch beschäftigt. Konkret ging es um eine transplantierte Patientin, deren betreuende IBCLC auch Pharmazeutin ist. Die genannten Immunsuppressvia, die mit dem Stillen vereinbar sind, könnten auch in der Stillberatung als weiterzugebende Information an die behandelnden ÄrztInnen von Interesse sein. Die Forderung nach mehr Aufklärung durch medizinisches Fachpersonal (statt "abpumpen und verwerfen" als Standardauskunft) und eine informierte Entscheidung der Betroffenen nach Klärung der Kompatibilität bestärken die Stillförderung.
"Stillen befreit die Ohren" - Ergebnis einer aktuellen Studie: wenig Mittelohrentzündungen, gute Hörtests
Fakt ist: Mit der Flasche gefütterte Kinder haben häufiger Mittelohrentzündungen als gestillte Kinder. Auch der Neugeborenen-Hörtest funktioniert bei ihnen nicht so gut.
Grund dafür: Wahrscheinlich hängt dies auch mit den Saugbewegungen beim Stillen zusammen. Denn durch die kräftigen Kiefer- und Zungenbewegungen wird die Eustachische Röhre, die Verbindung vom Nasenrachenraum zum Mittelohr, gut belüftet und Flüssigkeit abtransportiert. Das verbessert das Hören und beugt Infektionen vor.
Hörtest: Eine spanische Studie mit knapp 13.000 Neugeborenen ergab, dass beim Neugeborenen-Hörtest die mit der Flasche gefütterten Kinder deutlich schlechter abgeschnitten haben als die gestillten Kinder. Siehe https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7790499/pdf/jclintranslres-2020-6-3-81.pdf
Deutsches Ärzteblatt, 27. Oktober 2025: Wie Stillen vor Brustkrebs schützt
Neue Untersuchungen an Patientinnen und Mäusen ergaben, wie eine jetzt veröffentlichte Studien aus Melbourne zeigt, dass anhand der Gedächtnis-T-Zellen sich nochmals belegen lässt, was in der stillbezogenen Forschung schon weitegehend anerkannt war: https://www.aerzteblatt.de/search/result/30e4446d-7e0c-4ff8-b6ec-1f72adf1b68e?q=Stillen
