Grenzen der Stillbegleitung/-beratung

In der Stillbegleitung/-beratung gibt es Grenzen zu wahren. Das DAIS legt viel Wert darauf, dass seinen AbsolventInnen diese Grenzen bewusst sind.

Entscheidungsgrenze

Die erste grundlegende Grenze ist, dass jegliche Entscheidung rechtlich und faktisch von der Mutter / den Eltern getroffen wird.

Berufliche Grenze

  • Die DAIS-Ausbildung ermächtigt nicht zu neuen Hoheitsbefugnissen. Die Erlaubnis für Therapien und Verordnungen ist gesetzlich und in Berufsordnungen festgelegt.
  • Wird das erworbene Wissen innerhalb eines Berufes eingesetzt, gelten die Grenzen dieser Berufsordnung.
  • Wird im Rahmen einer selbständigen Tätigkeit „Stillbegleitung/-beratung“ als eigenes Tätigkeitsfeld benannt, sollte dies bei der Berufshaftpflicht mit angegeben werden.

Fachliche Grenze

Die DAIS-Ausbildung vermittelt Fachwissen rund ums Stillen. Die Grenze ist am Ende des persönlich erworbenen Fachwissens erreicht und verschiebt sich bei Erwerb weiteren Fachwissens entsprechend.

Kommunikative Grenze

Diese hängt davon ab, ob bzw. wie weit die Verständigung gelingt.

Persönliche Grenze

Diese hängt u.a. von den Haltungen, Erfahrungen, Bereitschaften – und auch von der Tagesform der Stillbegleiterin ab.

Grenze Interessenkonflikt

Die Annahme von „Geschenken“, Essen, vergünstigten Fortbildungen etc. erzeugt einen Interessenkonflikt, der einer am Interesse von Mutter und Kind orientierten Begleitung/Beratung im Weg steht.

Zu erkennen, wo ich abgeben muss, ist ein Zeichen von Kompetenz.

Stand: März 2015